Magnus Brunner im Kamin-Gespräch über seinen Politik-Zugang

Am Dienstagabend, 20. Oktober 2020, lud die Politische Akademie zu der bereits bekannten Veranstaltungsreihe „Für uns in der Regierung. Mit uns im Gespräch.“ ein, aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie erstmalig online.

Dank drei Kameras und entsprechender Regie ist es möglich, die eindrucksvolle und doch vertraute Atmosphäre der Alois Mock Aula mit den Zuseherinnen und Zusehern zu Hause zumindest digital zu teilen. Vor dem Kamin nehmen an diesem Abend Staatssekretär Magnus Brunner und sein erster Gesprächspartner Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, Platz. Fernab der Schlagzeilen der Tagespolitik reicht das Gespräch von politisch Grundsätzlichem über die Zusammenarbeit mit dem Grünen Koalitionspartner bis hin zum Privatmensch Magnus Brunner aus Vorarlberg.

Die Themen in seinem Ressort sind umfangreich und aktueller denn je: Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie stehen im Mittelpunkt einer nachhaltigen, zukünftigen Gesellschaft und sind Spannungsfeld so mancher Diskussion. Die Frage von Ofner, ob Klima- und Umweltschutz nicht grundsätzlich im Widerspruch zu wirtschaftlichem Fortschritt steht, verneint Brunner, immerhin komme die Idee einer ökosozialen Marktwirtschaft aus der Volkspartei. Zentrales Thema ist hierbei auch das auf den Weg gebrachte „Erneuerbaren Ausbau Gesetz“ (EAG), das im Frühjahr 2021 verabschiedet werden soll und die Weichen für die Erweiterung nachhaltige Energiegewinnung in ganz Österreich stellt. Ganz spezifisch geht es um die Förderung durch den Bund von einzelnen Projekten von Windkraft über Wasserkraft bis Photovoltaik.

Im zweiten Teil des Abends übernimmt die Hausherrin und Präsidentin der Politischen Akademie Bettina Rausch neben Brunner Platz und diskutiert mit ihm über ergänzende Fragen der Zuseherinnen und Zuseher, die während des Kamingespräches gestellt werden können. Im Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist natürlich der türkise Staatssekretär in einem grün-geführten Ministerium und den damit einhergehenden Herausforderungen. Brunner sieht es als Chance, denn das Ziel der beiden Parteien im Sinne des Klimaschutzes sei das gleiche, auch wenn der Weg dorthin teilweise unterschiedlich sei. Nicht zuletzt handle es sich um das beste aus zwei Welten, wie schon Sebastian Kurz zu Beginn der Koalition betonte. Und mit dieser Einstellung, meint Brunner, freue er sich auf das, was man umsetzten wird.

Das Resümee des Abends ist das Bild eines persönlichen, bodenständigen Staatssekretärs, der für seine Agenden brennt und für die Herausforderungen der Zukunft nicht nur qualifiziert, sondern höchst motiviert ist.

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