“Alles für Österreich” ist die neueste Publikation des Campus Tivoli. Sie wurde anlässlich des 80. Gründungsjubiläums der Volkspartei herausgebracht und bei einer feierlichen Buchpräsentation in der Thalia Mariahilfer Straße Anfang April 2025 vorgestellt. Das Buch macht Höhepunkte der Parteigeschichte lebendig und zeigt, wie die Gründerväter der Volkspartei mit Mut, Weitsicht und Verantwortung die Geschichte der Zweiten Republik geprägt und mitgestaltet haben. Dieses Buch ist mehr als eine historische Betrachtung; es ist ein Zeugnis dafür, dass politische Gestaltung Kraft, Überzeugung und den Willen zur Veränderung erfordert. “Alles für Österreich” erzählt von großen Erfolgen und herausfordernden Momenten, von mutigen Entscheidungen und visionären Ideen für Österreich.
Demokratie braucht Maß und Mitte
Nach der Nazi-Barbarei kämpften schon am Ende des Krieges christdemokratische und sozialdemokratische Patrioten um die Wiederherstellung einer Demokratie in Österreich. In der Stunde Null am Ende des Zweiten Weltkriegs gründete die junge Republik für den Grazer Soziologen Manfred Prisching auf drei Wunder: einem wirtschaftlichen, einem politischen und einem kulturellen. Die Nachkriegsjahre waren geprägt von einer dominierenden soliden Mitte bestehend aus Christdemokraten und Sozialdemokraten. Auch gegenwärtig gelte es, das Positive der Mitte für die Demokratie zu erkennen. Vernunftorientierung, Freiheitsstreben, Eigenverantwortung, Wertebewusstsein und Marktwirtschaft, die auf Unternehmertum fußt, bezeichnete Prisching als Grundbausteine jeder Demokratie. So betrachtet ist „die politische Mitte weder Mittelmäßigkeit noch Durchschnittlichkeit, sondern Exzellenz”, führt Prisching in seiner Keynote aus.
Die Publikation macht der nächsten Generation Mut, politische Verantwortung zu übernehmen
Campus Tivoli-Präsident Wolfgang Sobotka, Buchautor Gerhard Jelinek und Bundesministerin Claudia Plakolm diskutierten gemeinsam über die Bedeutung einer starken Mitte für die österreichische Demokratie. Für Sobotka bleibt die Geschichte der Volkspartei untrennbar mit der Zweiten Republik verbunden. Immer wieder waren geschichtliche Zeitfenster vorhanden, die eine mutige Entschlossenheit erforderten. Als Beispiele nannte Sobotka die Schaffung der Neutralität bei der Verhandlung des Staatsvertrages 1955 sowie den EU-Beitritt 1995. Bundesministerin Plakolm sieht es für die Volkspartei auch in Zukunft für vordringlich, auch weiterhin die Gesellschaft aktiv nach den Anforderungen der Zeit zu gestalten. Entscheidend für die Zukunft ist es laut Plakolm, aktiver auf Frauen zuzugehen und diese für Politik zu begeistern sowie Familien zu fördern und Österreich zu einem kinderfreundlichen Land zu machen. Autor Gerhard Jelinek attestierte der Volkspartei seit ihrer Gründung immer ein Gespür für gesellschaftliche Stimmungen und Notwendigkeiten gehabt zu haben. Die 15 Grundsätze des ersten Grundsatzprogrammes von 1945 besitzen für Jelinek auch heuten noch Gültigkeit. Gute Politikerinnen und Politiker haben laut Jelinek folgende Charaktereigenschaft: den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, in dem etwas möglich ist.
Das Buch ist im Büchershop von Campus Tivoli erhältlich. [Zum Büchershop]