11.03.2026
Viertes Modul der Trainerausbildung am Campus Tivoli
Von 6. bis 8. März 2026 fand am Campus Tivoli im 12. Wiener Gemeindebezirk das vierte Modul der Trainerinnen- und Trainerausbildung statt. Zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten das Wochenende für ein intensives Seminarprogramm, das sich mit den Grundlagen politischer Bildungsarbeit sowie mit zentralen inhaltlichen Positionen der Volkspartei beschäftigte.

Freitag: Demokratie, Partei und Geschichte
Der erste Seminartag begann am Freitagnachmittag mit einer Begrüßung und einer kurzen Vorstellung des Campus Tivoli. Im Anschluss widmete sich die Gruppe den grundlegenden Prinzipien liberaler Demokratie. Im Mittelpunkt standen dabei zentrale Elemente wie Volkssouveränität, Gewaltenteilung, das Mehrheitsprinzip sowie die Rolle politischer Parteien als tragende Säule der repräsentativen Demokratie.
Ein zentraler Programmpunkt war der gemeinsame Purpose-Prozess. In Kleingruppen erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Antworten auf grundlegende Fragen zur Rolle politischer Parteien: Wofür steht eine politische Partei? Was bildet ihren Markenkern? Welche Werte und Ziele prägen ihr politisches Handeln? Die Ergebnisse wurden anschließend im Plenum präsentiert, diskutiert und zusammengeführt.
Am Nachmittag folgte eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Wurzeln, Werten und dem Menschenbild der Österreichischen Volkspartei sowie mit Faktoren, die politische Entscheidungsprozesse beeinflussen. Ergänzt wurde das Programm durch einen Überblick über Aufbau und Organisation der Partei.
Den Abschluss des ersten Seminartages bildete ein historischer Rückblick auf zentrale Etappen der Parteigeschichte – von der Wiedererrichtung der Republik über wichtige Reformphasen bis hin zu aktuellen politischen Entwicklungen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten dazu vorbereitete Beiträge zu prägenden Ereignissen der Parteigeschichte ein.
Samstag: Meinungsforschung, Medien und Programme
Der Samstag begann mit einer Einführung in die Grundlagen der Meinungsforschung. Thematisiert wurden methodische Fragen, die Repräsentativität von Stichproben sowie die Aussagekraft politischer Umfragen. Auf dieser Basis analysierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand ausgewählter Wertestudien gesellschaftliche Entwicklungen und deren politische Relevanz.
Ein weiterer Programmpunkt widmete sich der österreichischen Medienlandschaft. Diskutiert wurden die Rolle von Journalistinnen und Journalisten, unterschiedliche Medienformate sowie grundlegende Prinzipien journalistischer Arbeit.
Am Nachmittag stand der Besuch einer Wiener Zeitungsredaktion auf dem Programm. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten dabei Einblicke in die Arbeit eines Newsrooms sowie in redaktionelle Abläufe – von der Themenfindung bis zur täglichen Redaktionssitzung.
Zurück am Campus beschäftigte sich die Gruppe mit Struktur und Funktion politischer Programme. In Gruppenarbeiten wurden unterschiedliche Programmtypen – etwa Grundsatzprogramme, Wahlprogramme oder Regierungsprogramme – miteinander verglichen und ihre jeweiligen Funktionen herausgearbeitet.
Am Abend folgte eine Analyse der Programme politischer Mitbewerber. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiteten zentrale Positionen verschiedener Parteien zu Themenfeldern wie Arbeit, Bildung, Verteidigung oder Finanzen und stellten diese in einer gemeinsamen Übersicht gegenüber. Den Abschluss des Tages bildete ein Überblick über internationale Partnernetzwerke und Kooperationen.
Sonntag: Kommunalpolitik und Zukunftsfragen
Der Sonntag stand im Zeichen der kommunalpolitischen Praxis. Im Mittelpunkt stand die Planung und Durchführung einer Gemeindeklausur – von der Vorbereitung über Moderation und Strukturierung bis hin zur Nachbereitung und Dokumentation. Dabei wurden insbesondere Analyseprozesse, Zieldefinitionen sowie strategische Planungsinstrumente auf Gemeindeebene behandelt.
Zum Abschluss des Wochenendes befasste sich die Gruppe mit zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Themen wie demografische Entwicklungen, künstliche Intelligenz, Sicherheitsfragen und gesellschaftliche Spannungen dienten als Ausgangspunkt für eine Diskussion über zukünftige politische Aufgaben und Gestaltungsfelder.
Intensiver Austausch und neue Impulse
Nach drei Seminartagen zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein positives Fazit. Neben fachlichen Inputs bot das Modul vor allem Raum für Diskussion, Reflexion und gemeinsame inhaltliche Arbeit. Mit zahlreichen neuen Impulsen für ihre zukünftige Tätigkeit endete damit ein weiteres Modul der Trainerausbildung am Campus Tivoli.






