15. Januar 2026

Antworten auf den demografischen Wandel

Politische Handlungsempfehlungen für nationale und europäische Entscheidungsträger

In der gesamten entwickelten Welt – insbesondere in Europa und Ostasien – sind die Geburtenraten seit Jahren sehr niedrig und wirken zunehmend kaum noch umkehrbar. Der demografische Wandel hat dabei einen entscheidenden Nachteil: Er vollzieht sich langsam und erzeugt deshalb selten unmittelbaren politischen oder gesellschaftlichen Handlungsdruck. Gleichzeitig liegt genau darin auch eine Chance: Anders als viele andere Krisen kommt diese Entwicklung nicht plötzlich – wir können sie früh erkennen und hätten Zeit gegenzusteuern.

Trotzdem erscheint das Problem häufig noch weit entfernt, denn in großen Teilen Westeuropas wächst die Bevölkerung weiterhin. Viele Regierungen reagieren zudem zögerlich, auch weil wirksame Maßnahmen oft politisch heikel oder unpopulär sind. Erfahrungen aus verschiedenen Ländern zeigen zwar, dass finanzielle Anreize, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, mehr Gleichstellung sowie ein besserer Zugang zu Kinderbetreuung kurzfristig zu steigenden Geburtenzahlen führen können. Doch diese Effekte halten meist nicht dauerhaft an. Auch wenn solche Maßnahmen gesellschaftlich sinnvoll sind und Familien spürbar entlasten können, reichen sie allein nicht aus, um eine der zentralen demografischen Herausforderungen unserer Zeit nachhaltig zu lösen: die Stabilisierung der Geburtenraten.

Dieses Papier formuliert politische Empfehlungen in elf Kapiteln, deckt die wichtigsten Handlungsfelder ab und richtet den Blick dabei besonders auf die europäische Ebene.

Gudrun KuglerPeter Hefele

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