20.01.2026

Peter Böhm

Dienstrechtsreferent der Bundesleitung der Gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer 

Elementarpädagogik: 

  • Frühkind- und Elementarpädagogik müssen unbedingt einen höheren Stellenwert bekommen.
  • 2 verpflichtende Kindergartenjahre mit damit verbundener Sprachstandserhebung bei Kindern mit mangelnden Sprachkenntnissen.
  • Einbeziehung der Eltern (“Elternarbeit”) bei frühkindlicher Bildung – Mitwirkungspflicht mit notwendigen Sanktionsmaßnahmen.  
  • Wertevermittlung mit frühkindlicher Demokratiebildung. 
  • Einsatz von multiprofessionellen Teams zur Unterstützung der Pädagog:innen.
  • Weitergabe des allgemeinen Bildungs- und Entwicklungsstandes an die Volksschule. 

 Schulischer Bereich: 

  • Doppelbesetzung in der Volksschule (zumindest in der 1. und 2. Schulstufe). 
  • Ausbau schulautonomer Bestimmungen in pädagogischen und organisatorischen Belangen, die auf realen schulischen Bedingungen aufbauen – nicht im Sinne des Herrn BM Wiederkehr! 
  • Politischer Verzicht auf Maßnahmen ohne pädagogischen Mehrwert.
  • Ein Ende der Dokumentationspflichten und Bürokratie – mehr Zeit für die pädagogische Arbeit, nämlich das Unterrichten! 
  • Ausbau der Deutschförderung – Entscheidung über die Art der Förderung am jeweiligen Standort – es darf aber kein “Bürokratiemonster” entstehen.
  • Die vergeudeten Ressourcen der Sommerschule besser verwenden – Verteilung dieser auf das ganze Schuljahr! 
  • Einführung einer eigenständigen Lehramtsausbildung für Inklusion und Sonderpädagogik.
  • Anhebung der Deckelung für sonderpädagogischen Förderbedarf von 2,7% auf 4,5%. 
  • Ausbau des psychosozialen Supportpersonals (multiprofessionelle Teams).
  • Änderungen im Hochschulgesetz und im Universitätsgesetz – verstärkter Praxisbezug während der Ausbildung, weniger wissenschaftliche Arbeiten! 
  • Attraktivierung des Lehrberufs – Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten bieten,
  •  damit verbunden eine Neuerrichtung der vorgesetzten Dienstbehörde (Bildungsdirektion) zur Serviceeinrichtung.
  • Abstand nehmen von “Quereinsteiger:innen! 
  • Attraktivierung und Aufwertung der Direktor:innen im APS-Bereich (Anhebung der Dienstzulagen) 
  • Digitale Kompetenzen wieder etwas zurücknehmen – siehe skandinavische Länder! 
  • Bildung kostet! Jede Investition in Bildung und Schule ist eine sich später vielfach rechnende Investition. 
  • Die Finanzierung des österreichischen Schulwesens zumindest auf den OECD-Durchschnitt anheben. 
  • Personalmangel – mangelnde Unterstützung und fehlende Entlastung ist dem Lernklima nicht dienlich! 
  • Proaktive Weiterentwicklung des Bildungssystems – langfristige und nachhaltige Strategien, wie mit gesellschaftspolitischen Veränderungen schulisch umzugehen ist 
  • Tüchtigkeit und Respekt (SchOG §2) – Leistung wieder einfordern dürfen! 

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