20.01.2026

MD OSR. Christian Klar B.Ed.

Autor, Schulleiter

Beherrschen der Unterrichtssprache ist der Schlüssel zu Bildung: 

Wer die Unterrichtssprache nicht beherrscht, dem ist der Zugang zu Bildung verwehrt. Fördern und fordern des Erlernens der deutschen Sprache ab dem 3. Geburtstag ist eine Notwendigkeit: Sprachtests, Kindergartenpflicht ab drei Jahren, statt dem letzten Kindergartenjahr ein verpflichtendes nulltes Schuljahr mit Schulpflicht und Lehrplan als optimale Schulvorbereitung ist eine mögliche Lösung. 

Das Recht auf Bildung ist das Recht, Bildung entsprechend den eigenen Möglichkeiten zu erhalten; gute Bildung ist differenziert: 

Schulnoten, Aufstiegsberechtigungen, Aufnahme in bestimmte Schulen und Ausbildungen, etc. sind Bestätigungen und Belohnungen für erbrachte Leistungen. Entsprechende Leistungen bzw. „Schwellen“ für die Aufnahme in Höhere Schulen oder für den Zugang zu bestimmten Ausbildungen sind notwendig, um das Bildungsniveau zu erhalten. Die passende Ausbildung für jedes Kind ist das Ziel. Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht und gilt für jedes Kind, insbesondere für Kinder und deren Eltern, die selbst Interesse an Bildung haben. Das beinhaltet auch das Recht auf freudvolle, angstfreie und positiv erlebte Schule.  

Zusammenleben besteht aus Regeln. Lehrpersonen müssen die Möglichkeit haben, die Einhaltung dieser Regeln durchzusetzen: 

Regeln sind immer nur so gut wie ihre Durchsetzungsmöglichkeit. Gleichzeitig funktioniert eine Gemeinschaft wie zum Beispiel eine Schule nur mit Regeln. Lehrpersonen und Schulleitungen benötigen Werkzeuge, um die Regeln in der Schule durchzusetzen.  

Gemeinsame Werte, Kultur und Demokratiebewusstsein sind Voraussetzung für gelingende Integration: 

Nur wer die Grundwerte und die Lebensweise des Landes, in dem man lebt, schätzt und annimmt, kann sich erfolgreich und langfristig in diese Gesellschaft integrieren. Wir müssen uns entscheiden, welche Grundwerte und kulturellen Traditionen das sind und diese dann mit Selbstbewusstsein und Haltung selbst vorleben und von anderen einfordern. Man muss kein gläubiger Christ sein, um christliche Werte und ein Zusammenleben nach ihnen gut zu finden. Bekennen wir uns dazu und fordern dies auch von anderen ein. Wir müssen uns jeder Strömung, die das gefährdet, mit aller Kraft entgegenstellen. Entsprechend müssen wir die Akzeptanz, die Integration und das Mitwirken an unserer Gesellschaft und an unseren gesellschaftlichen Werten einfordern. Wir müssen entscheiden, welche Welt wir für unsere Kinder haben wollen, und dann entsprechende Maßnahmen setzen (Kulturkampf). 

Nie wieder ist jetzt und der heutige Judenhass ist vor allem islamisch: 

Wir sind uns einig: Judenhass hat in unserem Land keinen Platz, Wer „Nie wieder“ ernst meint, muss klar benennen: Der heutige Antisemitismus in Europa, manchmal unter dem Deckmantel des Antizionismus oder Israelkritik, ist vor allem islamisch. „Nie wieder ist jetzt“, wer die Haltung gegen Judenhass ernst meint, muss sich dem islamischen Antisemitismus entgegenstellen. 

Weitere Artikel

20.01.2026 Bildungspakt

Claudia Andre M.Ed.

Vorsitzende im Zentralausschuss der Landeslehrer an allgemein bildenden Pflichtschulen bei der Bildungsdirektion für NÖ  in Kooperation mit Christian Rametsteiner, M.Ed. Vorsitzender…