20.01.2026
HRin Maria Handl-Stelzhammer M.A.
Ehemals Landesschulinspektorin und SQM für Inklusion-Diversität-Sonderpädagogik, Landesleiterin Jugendrotkreuz NÖ
Sachen klären, Menschen stärken
Kinder/Jugendliche haben Recht auf Bildung und Teilhabe, um als Erwachsene – ausgestattet mit allen notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten – ein glückliches, selbstbestimmtes und wertvolles Mitglied der Gesellschaft sein zu können. Dazu muss Freude am Leben und Lernen gegeben sein, sowie kindliche Neugier unterstützt und gestärkt werden.
Kritische Differenzierungs- und Gemeinschaftsfähigkeit sind Ziele, denn Schule ist mehr als Wissensvermittlung.
Weiters sicherzustellen für Aus-, Fort-, Weiterbildung von Lehrenden
- Lehrende sind Führungs- und Leitungsperson in besonderer Beziehungskultur und müssen bewusst Verantwortung übernehmen
- Assessment für Zugang zum Lehramtsstudium
- Päd. Arbeit heißt sprachliche, körperliche, musikalische und kreative Fähigkeiten für ein humanistisches Wertebild
- NUR inklusive Schule ist eine wertvolle Schule
- Kompetente Lehrende, MentorInnen und Praxisbetreuende sind zentrale Vorbilder in der Ausbildung
- Vorrang der Präsenzausbildung gegenüber Onlineveranstaltungen und MEHR reflektierte Praxismöglichkeiten
- Studierende müssen ausreichend inklusive sonderpädagogische Wissensvermittlung und Praxiserfahrung erhalten (digitale Kompetenz, Demokratiebildung, etc.)
- Erlebbare Feedback- und Feedforward-Kultur
- Kommunikationskultur und -struktur im Zusammenhang mit Erziehungsberechtigten
Weitere Forderungen für Bildung und Schule
- Schulpartnerschaft: Klarheit, Struktur, Transparenz
- Lehrberuf und Elementarpädagogik müssen attraktiver werden
- Resilienz der Lehrenden stärken
- Verbindliche kollegiale Teamarbeit (Intervision)
- Förderung vielfältiger Begabungen
- Verlässliche Beachtung von Defiziten, Beeinträchtigungen; chronischer Erkrankungen; Beachtung kulturellen Hintergrunds
- Mitverantwortlichkeit Erziehungsberechtigter verbindlich machen
- Professioneller Umgang mit Pubertät und anderen Entwicklungsphasen
- Übergänge in der Schullaufbahn gemeinsam gestalten
- Moderne Standards für Schulgebäude; Bildungscampus, Cluster. Berücksichtigung innerer Differenzierung. Einheitliche Dienstgeber und Schulerhalter
- Vorrang für ganztägig verschränkte Schulformen mit flexiblem Tagesplan und projektorientiertem und fächerübergreifendem Unterricht, Mo-Fr, 8-15
- Bereitstellung von qualifiziertem Assistenzpersonal
- Ausweitung der Primarstufe auf 6 Jahre (Bildungswegentscheidung ab 12 J)
- Bei Verbleib des Notensystems verpflichtende verbale im Team verantwortungsvoll erstellte Zusatzinfo
- Doppelbesetzungen (echte Teams) in Primarstufe = Basisbildung
- Persönlichkeitsbildung, Kommunikationstraining, Ethikunterricht für alle
- Ausbau präventiver Förderung mit Fachpersonal: Lernen, Sprechen, Sehen, Hören, körperlich-motorische Entwicklung, Verhalten
- Sonderpäd. Förderbedarf: Inklusion gemäß NAP bundesweit umsetzen
- Schule von Parteiideologie befreien – Pädagogik hat Vorrang
- Verbindliche Vorgaben für alle Bundesländer (ohne Föderalismus) mit autonomen Schulstandortentscheidungen
Fazit
Wo ein Wille, da ein WEG! Päd. Schulreform braucht MUT für Neugestaltung und Verlässlichkeit.