20.01.2026
HR Josef Hörndler
ehemaliger Abteilungsleiter Bildungsregion Mostviertel
- Mehr Elternbegleitung, Elterninformationen, Workshops in den ersten Lebensjahren ihrer Kinder (Grundlage: wissenschaftliche Erkenntnisse) – verpflichtend – Teil der Familienbeihilfe daran knüpfen.
- Ausbau der Sprach- und Förderprogramme im Kindergarten.
- Nahtstelle Kindergarten-Volksschule verbessern. Verzahnung Schulpädagog*innen mit Kindergartenpädagog*innen.
- Mehrstufige Schuleingangsphase (0.-2. Schulstufe) mit 2 Pädagog*innen pro Klasse, für mehr individuelle Förderungen und damit Defizite frühzeitig verbessert werden können. Würde sich auch ressourcenmäßig später rechnen.
- Mehr Schulpsycholog*innen vor Ort für Kinder, Pädagog*innen und Eltern. Ausbau und klare Regelung der administrativen Kräfte und der schulischen Assistenzkräfte. In diesen Bereichen hat Österreich gegenüber anderen Ländern Aufholbedarf.
- Ausbildung praxisnäher gestalten mit mehr persönlichkeitsbildenden Elementen – denn die Lehrerpersönlichkeit ist entscheidend. In den ersten 2 Jahren reduzierte Lehrverpflichtung, dafür Ausbau vom Mentoringprogramm und entsprechende praxisnahe Fortbildungen. Zweitägige Klausuren für die Schulen für Schulentwicklung.
- Ausbau der ganztägigen Schulformen – mit Kostenstaffelungen für Eltern nach Einkommen. Für Eltern mit wenig Einkommen muss der ganztägige Schulbesuch für ihre Kinder kostenlos sein. Auf jeden Fall sind mehr Stunden in der Schule notwendig. In der Volksschule zumindest 1-2 Stunden mehr pro Tag für Übungsphasen (statt Hausübungen), Bewegungsangebote, Gesundheitserziehung und Ausbau der sozialen Kompetenzen.
- Schule auch als Bildungszentrum und Lernort für Eltern mit Austauschmöglichkeiten und Vernetzungen.
- Gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen mit Differenzierungen. Mehr Herausforderungen und selbständiges Lernen durch Lernbüro, Forschungslabor, Lernwerkstätten, Lernatelier für Begabte – und dadurch mehr Unterstützung für „schwächere Schüler*innen“.
- Mehr wirkliche Autonomie der Schulen in zeitlicher und organisatorischer Form. Abgehen von den Einzelfächern – hin zu mehr fächerübergreifenden lebensnahen Projekten (auch Global Goals) und Außenöffnungen zu Wirtschaft, Vereinen, Institutionen, ….
- Demokratiebildung durch Klassenrat, Schulparlament, usw.
- Aufwertung der Schulleitung, weniger Dokumentationen und Bürokratie, dafür mehr wirkliche Gestaltungsmöglichkeiten.
- Kompetenzverteilung straffen: zu viele Köche verderben den Brei (derzeit: Bund, Bildungsdirektion = Bund/Land, Land, Gemeinde)
- Schulbauten verändern in Richtung Lern- und Lebenscampus. Lernlandschaften, Teamräume, Inklusionsräume, Werkstätten, Makers Spaces, Lernräume im Freien, modulare Bauweise, soziale Begegnungszonen, Mehrzweckräume (auch für Eltern),…..
- Die Schule der Zukunft braucht mehr Zeit, mehr pädagogische kreative Räume, gemeinsame Ziele, mehr Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten. Und mehr Vertrauen und Zutrauen von allen Beteiligten….