20.01.2026
Mag.a Gudrun Schindler-Rainbauer
Stadträtin für Kultur, Bildung und Umwelt, Waidhofen a/d Ybbs; Kuratorin und Projektleiterin KinderUNIversum Waidhofen a/d Ybbs
- Geistes- und Herzensbildung (bereits ab dem Kindergarten) – Ausgewogenheit.
- Begegnungen unterschiedlicher Generationen, Kulturen und Religionen mit dem Ziel der Förderung eines verständnisvollen, friedlicheren, respektvolleren Umgangs durch Wissen und Empathie. Z.B.: Kleinstkinder besuchen Pflegeheime – spielen, lesen, Geschichten und Berichte aus dem Leben der älteren Generation; um altes Wissen zu bewahren; lernen von Älteren; Ältere Kinder / Jugendliche: ältere Generation lernt von jungen Menschen – Technik, Leben heute.
- Jugendliche – Abmeldung von Religionsunterricht, Kinder z.B. ohne Bekenntnis– statt Freistunde eine Stunde des Miteinanders, Förderung von Engagement für Gesellschaft, Umwelt (Z.B. Besuch jener Einrichtungen wie oben genannt).
- Religionsunterricht – Ethikunterricht. Religionen nicht nur nach Bekenntnissen getrennt, sondern auch gegenseitiges Kennenlernen der Religionen, Austausch um Wissen und Toleranz zu fördern.
- Schwerpunkt: Berufsbildung – praxisbezogenes Lernen; SchülerInnen Zugang zu diversen Berufsfeldern bieten. Praxiserfahrung auch in AHS, Matura mit Lehre / Praxiszweig.
- Handwerk versus moderne Technik: ausgewogenes Maß; handwerkliches Schaffen, Ausprobieren, Kreativität… sollte genauso seinen Stellenwert haben wie der Umgang mit moderner Technik. (Bsp.: Kind kann Smartphone bestens bedienen, aber mit der Schere nicht mehr richtig hantieren. Schreiben mit Computer sollte Handschrift nicht ersetzen, Verlust des Schriftbildes / Kultur.
- Digitale Mittel gezielt einsetzen – Fachwissen bei Personal oft mangelnd.
- Pädagogische Ausbildung: Muss es wirklich überall ein Studium sein? Lernen nicht nur für das Papier, sondern wie es danach in der Realität aussieht. Viel mehr Praxis bzw. was erwartet ausgebildete PädagogInnen im Arbeitsalltag (Thema Konflikte, unterschiedliche Bedürfnisse, unterschiedliche Kulturen und Lebensbilder in einem Klassenverband).
- Entbürokratisierung: Wer trifft wo welche Entscheidungen? Bzw. auf welchem Wissen passieren Entscheidungen? Zusammenspiel von einzelnen Ebenen; Kompetenzen von Leitungen pädagogischer Einrichtungen.
- Mitspracherecht bei Entwicklung von Kindern – konkret: Übertritt in die nächsthöhere Ausbildungsstufe – wer darf Meinung kundtun, wird zur Entscheidungsfindung herangezogen? (Bsp.: Kindergartenpädagogin, die lange Zeit mit Kindern arbeitet und diese bestens kennt – darf hier mitentschieden werden – Schulreife, Schultypus, Hilfeleistungen…)
- Administration: Aufwand in vielen Bereich so enorm, dass die tatsächliche Arbeit mit und für Kinder / junge(n) Menschen nicht mehr in dem Ausmaß möglich ist, wie es jedoch notwendig wäre. Thema Digitalisierung versus zusätzliche Papiere, die dennoch ausgefüllt werden müssen.
- Überforderung auf vielen Ebenen – weniger ist oft mehr. Auch in Bezug auf Bildung: Förderung wichtig, aber nicht durch unendliche Vielfalt an Möglichkeiten überfordern. Längeres Auseinandersetzen mit Thema / Materie versus Reizüberflutung mit Folgeerscheinungen.