20.01.2026
Mag. Gudrun Feucht
Bereichsleiterin Bildung & Gesellschaft, Industriellenvereinigung
Visionen für Bildung in Österreich für 2040 aus Sicht der IV:
- Die beste Bildung für unser Land: Österreich ist gemessen an der Bildungsqualität 2040 die Bildungsnation Nummer 1. Aus dem Bildungssystem kommen auf allen Qualifikationsebenen kreative und innovative Köpfe und fähige Hände. Öffentliche und private Schulen gibt es in großer Vielfalt und Autonomie, aber mit gemeinsamen Zielen und dem Fokus auf die Kinder.
- Qualitätsvolle Grundbildung beginnt im Kindergarten und stellt sicher, dass alle 14-Jährigen neben einer guten Allgemeinbildung jene Kompetenzen erreichen, die es im 21. Jahrhundert braucht. Lebenslanges Lernen hat sich als Asset des österreichischen Bildungswesens etabliert.
- Die Finanzierungspyramide in der Bildung wird auf den Kopf gestellt. Die meisten öffentlichen Mittel fließen in Elementar- und Grundbildung, Studierende sind an der Finanzierung ihres Studiums beteiligt. Das Finanzierungssystem ist so gestaltet, dass der Zugang zu Bildung mit hoher Qualität chancengerecht und für alle finanzierbar ist.
- Schulen haben den Gegensatz von analog und digital überwunden. Lernen findet datenintelligent statt, auch „softe“ Kompetenzen sind digital messbar. Die Potenziale digitaler Bildung werden zur individuellen Förderung, Flexibilisierung und Motivation von Kindern und Jugendlichen genutzt.
- Die Lehrausbildung genießt ein hohes Image und ist der schulischen Bildung als attraktives Ausbildungsangebot gleichgestellt – mit professionellem Einstieg, optimalen Ausbildungsbedingungen in Schule und Betrieb, mit qualifizierten Ausbildenden und Pädagoginnen und Pädagogen.
- Österreich ist das Land der MINT-Fachkräfte 2. Innovationnachwuchs wird bereits im Kindergartenalter aktiv gefördert. Klassenräume sind Erlebnisorte, die Kreativität, Problemlösungskompetenz und Eigenverantwortung ins Zentrum stellen.
- Wirtschafts- und Finanzbildung ist in Österreich eine Selbstverständlichkeit. Digital Literacy hat sich als Stellhebel für Wissen über Datenverarbeitung und Chancen und Risiken der Datennutzung etabliert und gehört zu den Grundkompetenzen.
- Pädagoginnen und Pädagogen stehen hoch im Kurs. Immer mehr junge Menschen, auch Quereinsteigerinnen und -einsteiger, schlagen eine pädagogische Laufbahn ein, in Kindergarten, Schule oder Hochschule. Elementarpädagoginnen und -pädagogen sind eine respektierte Berufsgruppe, gut ausgebildet, auch in MINT-Themen, und adäquat bezahlt.
- Österreich hat beim Wettbewerb um die besten Köpfe und Hände die Nase vorn und pflegt ergänzend zur Fachkräfteaus- und -weiterbildung eine aktive und attraktive Standortkultur für qualifizierte Fachkräfte aus aller Welt. Der Fachkräftebedarf der österreichischen Wirtschaft wird laufend erhoben und als ein wesentlicher Politikschwerpunkt durch eine gesamthafte Strategie adressiert.
- Frauen spielen ihr Potenzial als Fachkräfte voll aus. Sie wählen vor allem technische und MINT- Berufe, die ihnen Lebenszufriedenheit, Karrierechancen und ein hohes Einkommen eröffnen.