20.01.2026

Mag. Christine Schwarz-Fuchs

Bundesrätin

  • Elementarbildung stärken: Bereits zugesagte Mittel effizient einsetzen, einheitliches Qualitätsrahmengesetz auf Bundesebene schaffen, mit entsprechenden Öffnungszeiten Vollzeittätigkeit beider Eltern ermöglichen (VIF-konform), Mittelverteilung in den kommenden 15-a Vereinbarungen nach regionalem Bedarf, flexiblere Gemeindekooperationen (auch mit betrieblicher Kinderbetreuung) ermöglichen, Betreuungsgarantie ab dem ersten oder zweiten Geburtstag etablieren, Maßnahmen zur Gewinnung von Elementarpädagog/innen setzen.  
  • Einführung einer Bildungspflicht (Mittlere Reife) – Förderung statt Selektion: kein „Absitzen“ der Schulpflicht und mangelnde Ausbildungsreife am Ende der Schulpflicht, stattdessen kontinuierlichen Prozess gestalten: vom 2. verpflichtenden Kindergartenjahr bis zum Alter von 14 Jahren, Sicherstellung von Grundkompetenzen in Deutsch, Mathematik und Englisch, individuelle Fördermaßnahmen auf Basis der iKM PLUS über alle Schulstufen hinweg, offizieller Abschluss als formales Ende der Bildungspflicht.  
  • Umfassende Bildungs- und Berufsorientierung implementieren: In AHS-Unterstufe einen Unterrichtsgegenstand „Bildungs- und Berufsorientierung“ mit verpflichtendem Stundenkontingent verankern, Entscheidungsprozess für den weiteren Bildungsweg durch Kombination von Information, Praxisbegegnungen und persönlicher Stärkenanalyse gestalten, an den AHS-Oberstufen arbeitsmarktnahe Orientierung v.a. zu (außer-)hochschulischen MINT-Ausbildungen etablieren, Konzept zur sinnvollen Verschränkung von inner- und außerschulischer Berufsorientierung entwickeln.  
  • MINT-Begeisterung auslösen und Frauen für Technik gewinnen: „Aktionsplan MI(N)T machen“ ressortübergreifend weiterentwickeln und neue Schwerpunkte in der Elementarpädagogik setzen, das neue Unterrichtsfach „Technik und Design“ als schulisches MINT-Drehscheibenfach aufwerten, Best Practices wie MINT-Gütesiegel und MINT-Mittelschulen ausbauen. „MINT Praxistage für alle“ etablieren.  
  • HTL: die Technikschule der Zukunft stärken: bedarfsgerechter Ausbau der HTL in Abstimmung mit der Wirtschaft, bundesweite Gremien zur Vernetzung der HTL und der Bildungsverwaltung einrichten, fachliche Lehrinhalte (auch mit sozialen, persönlichen und interdisziplinären Kompetenzen) updaten, Zugang zu neuen Technologien durch moderne Infrastruktur sicherstellen, HTL-Lehrberuf für nebenberufliche Quereinsteiger/innen aus Industrie und Wirtschaft attraktiv gestalten: gezielte Reduktion der Anforderungen hinsichtlich der pädagogischen Ausbildung für diese Gruppe.  
  • Lehrausbildung attraktivieren: Gezielt Programme für Erwachsene einrichten, die Berufsschulen in den bildungspolitischen Fokus rücken, die Lehrenden verstärkt weiterbilden und die Ausstattung verbessern, die Bildungsperspektiven nach einem Lehrabschluss erweitern: die höhere berufliche Bildung etablieren, Lehre mit Matura ausbauen, durch eine umfassende Imagekampagne kommunikative Überzeugungsarbeit gegenüber Jugendlichen und vor allem deren Eltern leisten. 

Weitere Artikel

20.01.2026 Bildungspakt

Claudia Andre M.Ed.

Vorsitzende im Zentralausschuss der Landeslehrer an allgemein bildenden Pflichtschulen bei der Bildungsdirektion für NÖ  in Kooperation mit Christian Rametsteiner, M.Ed. Vorsitzender…