20.01.2026

Mag.a Christiane Teschl-Hofmeister

Landesrätin

 Mut zur Veränderung – für die beste Bildung in Österreich 

Unser Bildungssystem ist das Fundament für die Zukunft unseres Landes. Die Gegebenheiten sind das Resultat unterschiedlicher historischer Entwicklungen, welche auch gewisse Herausforderungen mit sich gebracht haben – Zersplitterung, bürokratische Hürden, unklare Zuständigkeiten. Unser Ziel sollte sein, Ordnung zu schaffen und für klare Strukturen, Verantwortlichkeiten und moderne Rahmenbedingungen zu sorgen – damit Schule das sein kann, was sie sein soll: ein Ort der Chancen, der Leistung und des Miteinanders. 

Personal aus einer Hand 

Bislang wurde Schulpersonal zwischen Bund, Ländern und Gemeinden zerteilt – mit all den Reibungsverlusten, die das mit sich bringt. Künftig sollte alles aus einer Hand kommen. Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Assistenz- und Betreuungspersonal werden bei den Ländern gebündelt. Damit kann die Schulverwaltung gezielt auf die Bedürfnisse der jeweiligen Schulen reagieren und das Personal dort einsetzen, wo es am dringendsten gebraucht wird. Das bedeutet weniger Bürokratie, schnellere Entscheidungen und mehr Qualität für unsere Kinder. 

Schulautonomie mit Verantwortung 

Wir wollen Schulleitungen, die Freiheit geben, ihre Schule nach den Bedürfnissen vor Ort zu gestalten – aber auch die Pflicht, Verantwortung zu übernehmen. Wer führen will, soll gestalten können – und dafür auch besser entlohnt werden. Diese „gerahmte Freiheit“ ist der Weg zu mehr Qualität und Motivation im gesamten Schulsystem. 

Mittlere Reife als Garantie für Grundkompetenzen 

Niemand darf unser Bildungssystem verlassen, ohne die Grundkompetenzen in Deutsch, Englisch und Mathematik zu beherrschen. Die Einführung einer „mittleren Reife“ ist daher ein wichtiger Meilenstein. Sie steht für Verlässlichkeit und Gerechtigkeit: für Eltern, die sich auf das System verlassen können, und für Kinder, die eine faire Chance auf Erfolg verdienen. 

Digitalisierung mit Augenmaß 

Digitale Bildung ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Deshalb soll digitale Kompetenz zur vierten Kulturtechnik werden – gleichwertig mit Lesen, Schreiben und Rechnen. Lehrkräfte werden verpflichtend im Umgang mit digitalen Werkzeugen und Künstlicher Intelligenz geschult, während moderne Infrastruktur in alle Schulen gebracht wird. 

Integration und Wertevermittlung 

Bildung ist auch Wertevermittlung. Deutschförderung, kulturelle Bildung und Integration gehören zusammen. Kinder sollen nicht nur lernen, sondern auch verstehen, was unsere Gesellschaft ausmacht. Dazu gehört die Förderung unserer heimischen Feier- und Festtagskultur ebenso wie die klare Haltung gegen jede Form von Diskriminierung. Integration gelingt, wenn Sprache, Respekt und gemeinsame Werte im Mittelpunkt stehen. 

Fazit 

Wir sollten den Mut haben zu einer Bildungsreform, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt – nicht die Verwaltung. Bauen wir Barrieren ab und vereinfachen wir Zuständigkeiten. Österreich braucht Schulen, die Chancen eröffnen, Gemeinschaft stärken und Zukunft gestalten. 

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